Im Netz stieß ich nun auf eine merkwürdige Internetseite. Samuel Herzog wird dort nicht nur als Journalist, sondern auch als Gründer und Geschäftsführer von Hoio vorgestellt. Das Unternehmen präsentiert sich auf www.hoio.ch als "Erster Importeur für Gewürze der fiktiven Insel Santa Lemusa".

Über meine Phantominsel Kantia war auf der Seite zwar nicht viel zu lesen, aber ich verlor mich rasch in einem Netz aus fantastsischen Geschichten: Sie handeln von antiken Mythen, der ersten Einwanderung, von einer Indigofabrik und vor allem von der Wiederentdeckung der mittelalterlichen lemusischen Küche. Man findet auf der Seite auch viele Fotos von leckeren Gerichten.

Eine Parallelwelt tat sich vor mir auf, so wie man sie sonst aus Computerspielen kennt. Aber diese lässt sich, wie ich bei einem Treffen mit Herzog erfuhr, live erleben. Denn regelmäßig werden auf Kochevents die neuesten Kreationen von der Karibikinsel Santa Lemusa vorgeführt. Und so saß ich schließlich in einem Kochstudio Cookuk in Aarau in der Schweiz.

Übrigens: Auch zu Kantia konnte mir Samuel Herzog noch einiges erzählen. Aber das steht in meinem Lexikon der Phantominseln, im mareverlag erschienen.

Der Text über das Kochhappening ist in mare No 119 erschienen und steht mittlerweile online: Eine fabelhafte Küche.