Für mare habe ich kürzlich einen Text über Ferdinand Magellans Umrundung Südamerikas geschrieben. Ein Globus spielte dabei eine wichtige Rolle. Und ich erinnerte mich an meine Kindheit

Natürlich hatte ich als Kind einen Globus. Eines Tages stand er im Zimmer, das ich mir mit meinem Bruder teilte. Mein Vater zeigte uns Australien und Südamerika. Und er sagte: Wir sollten den Globus vorsichtig behandeln. Vor allem nicht zu schnell drehen. Abends schalteten wir ihn ein, sodass er schön bunt leuchtete.

Irgendwann entdeckten wir Kinder, dass sich am Äquator ein Klebestreifen löste. Wir zogen daran und plötzlich lagen zwei Hälften vor uns: die nördliche Hemisphäre und die südliche.

Für meine Recherche über die Magellanstraße besuchte ich kürzlich das Historische Museum in Frankfurt, um den Globus von Johannes Schöner zu betrachten. Er ist von 1515, zählt zu den ersten überhaupt und steht sicher hinter Glas. Man kann ihn deshalb nicht anfassen und nicht kaputtmachen.

Auch dieser Globus besteht, wie vor wenigen Jahren herausgefunden wurde, aus zwei Hälften. Würde man an einem Klebestreifen ziehen können, wären allerdings nicht Norden und Süden getrennt, sondern eher West und Ost. Von diesem Globus erzähle ich in einem Text für die Zeitschrift mare, Ausgabe No. 111 - mittlerweile auch online: Das Geheimnis des Entdeckers.