Kein anderes technisches Gerät hat unser Wissen über das All derart erweitert wie das Weltraumteleskop Hubble: Mit seiner Hilfe entdeckten Forscher Millionen Lichtjahre entfernte Sterne, bewiesen die Existenz Schwarzer Löcher und vermochten in die Frühzeit des Universums zu blicken. Dabei galt der Hightech-Späher anfangs als milliardenteurer Flop

 

Kurz vor Weihnachten 1995  beginnt das Experiment: mit der Suche nach dem unscheinbarsten Ort im Weltraum. Er soll keine Objekte der Milchstraße beherbergen: keinen Stern, keinen Himmelskörper, der kosmische Radiowellen aussendet. Zudem soll möglichst wenig Wasserstoff in der Sichtlinie liegen. So leer und dunkel muss der Ort sein, dass nichts den Blick des Weltraumteleskops "Hubble" in die Tiefe des Alls behindert.

Wie durch ein Guckloch soll das Fernrohr durch diesen dunklen Ort in eine nie zuvor erreichte Ferne schauen. Und damit gleichzeitig in die Frühzeit unseres Kosmos. Denn je weiter ein Objekt entfernt ist, desto länger muss sein Licht zu uns unterwegs sein – und desto jünger ist es.

In rund 600 Kilometer Höhe kreist die Großsternwarte Hubble um die Erde. Sie ist länger als ein Schulbus und etwa so schwer, und sie schaut mit ihren mächtigen Kameras und Spektrometern zehnmal schärfer als je ein Teleskop zuvor in den Weltraum. Seit Ende 1993 begeistert Hubble mit gestochen scharfen Fotos von fantastischen Welten: Planeten, Sonnen, Nebeln und fernen Galaxien. Aber wie tief vermag es unter besten Bedingungen ins All zu schauen? ...

 

... die ganze Geschichte in GEOkompakt Nr. 29

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