Dirk Liesemer arbeitet von München aus Journalist und Buchautor. Er schreibt über Geschichte, Natur und Gesellschaft. Bei der Themensuche geht er alles andere als zielgerichtet vor: Er schweift umher, bis er über etwas Unerwartetes und auf den ersten Blick eher Nebensächliches stolpert. Seine Texte erscheinen in zahlreichen Magazinen, darunter mare.

Geboren 1977, aufgewachsen auf einem Dorf in Lippe, NRW, Vater Seefahrer und Antiquitätenhändler, Mutter Künstlerin. Ein Jahr in Australien, Zivildienst auf einer allgemeinpsychiatrischen Akutaufnahme in Münster.

Er hat Politologie, Philosophie und Öffentliches Recht in Münster und Rennes studiert. Ausbildung an der Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg, Redakteur beim Freitag in Berlin und beim Magazin natur in München, freier Textchef bei P.M. History, beim Magazin der Jungen Akademie und vertretungsweise bei Gehirn&Geist in Heidelberg. Konzeptionelle Mitarbeit an der Erstausgabe des Magazins SPIEGEL Expedition. Zuvor, dazwischen und seither freier Autor, davon gut zwei Jahre aus Leipzig.

Zu Recherchen war er in Tunesien, Weißrussland und Kenia, im Kosovo, in der Ukraine und ist einmal für eine Reportage per Anhalter über dem Balkan gereist: Kroatien, Bosnien, Montenegro. Zudem hat er für den Verein journalists.network ehrenamtlich drei Recherchereisen durchgeführt: zuerst nach Sibirien, dann kreuz und quer durch Ruanda, zuletzt nach Ghana.

Zwei Arbeiten wurden mit Preisen bedacht, ferner: Nominierung Deutscher Reporterpreis, Shortlist Henri-Nannen-Preis sowie Selected Contributions des European Journalism Prize Writing for CEE.

Die Geschichte, die ihn besonders berührt hat: Siebzig Jahre nach dem Überfall der Wehrmacht auf die UdSSR folgte er 2011 den Spuren eines Panzersoldaten durch die Ukraine. Er orientierte sich an dessen Tagebuch und traf vielerorts noch Menschen, die sich an jenen Sommer 41 erinnern konnten und oft zum ersten Mal überhaupt davon erzählten. Niemand hatte sie bis dahin gefragt.