Ich arbeite als freier Autor von Leipzig aus und schreibe über gesellschaftliche und historische Umbrüche. Mein Arbeitsprinzip lässt sich am besten als Serendipität bezeichnen; dabei handelt es sich um ein absichtloses, zufälliges Finden von Geschichten, die einen im Nu fesseln und weiterforschen lassen. Auf diese Weise ist auch mein erstes Buch entstanden: das Lexikon der Phantominseln.

Meine Texte erscheinen in Magazinen, darunter mare, P.M. History und Freemen's World, zudem etliche Veröffentlichungen in GEO. Zwei Mal im Jahr arbeite ich als freier Textchef für das Magazin der Jungen Akademie; diese wird von der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldiana und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften getragen.

Geboren 1977, aufgewachsen in Feldrom, einem Dorf im Eggegebirge nahe Detmold. Von meinem Vater, einem Ausreißer und Weltenbummler, habe ich mir das Geschichtenerzählen abgeschaut; von meiner Mutter, einer Künstlerin, eher ein stilles Betrachten der Dinge. Ein Jahr lang Australien, anschließend Zivildienst in einer Psychiatrie in Münster, auf einer allgemeinen Akutaufnahme.

Ich habe Politik, Philosophie und Öffentliches Recht in Münster studiert und war für ein Erasmusjahr in Rennes in der Bretagne. Danach Ausbildung an der Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg, Redakteur beim Freitag in Berlin und beim Magazin natur in München, freier Textchef bei P.M. History und vertretungsweise bei Gehirn&Geist in Heidelberg. Zuvor, dazwischen und seither freier Autor.

Für den Verein journalists.network habe ich ehrenamtlich drei Recherchereisen mitorganisiert: zuerst nach Russland (Moskau und Perm), dann kreuz und quer durch Ruanda, zuletzt nach Ghana, weitere Recherchen in Tunesien, Weißrussland, Serbien/Kosovo und Kenia und für eine Reportage per Anhalter über den Balkan: Kroatien, Bosnien, Montenegro. 

Die Geschichte, von der ich meinen Enkeln erzählen werde: 2011 ging es für eine große Reportage, erschienen im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, in die Ukraine. Siebzig Jahre nach dem Überfall der Wehrmacht auf die UdSSR folgte ich den Spuren eines Panzersoldaten. Ich orientierte mich an seinem Tagebuch und traf vielerorts noch Menschen, die sich an jenen Sommer 41 erinnern konnten und oft zum ersten Mal überhaupt davon erzählten. Niemand hatte sie bis dahin gefragt. 

 


 

Beirat von journalists.network, Mitglied bei Freischreiber.

 


 

Nominierung Journalistenpreis Münsterland (2014)
Text: Nach der Katastrophe, erschienen in: mare

Selected Contributions European Journalism Prize Writing for CEE (2012)
Text: Nordstadt, erschienen in: F.A.Z Feuilleton

Nominierung Deutscher Reporterpreis (2012)
Text: Attackiert BP!, erschienen in: mare

Shortlist Henri-Nannen-Preis (2012)
Text: Sommer 41, erschienen in: F.A.Z. Feuilleton

Matheon-Medienpreis (2007)
Text: Das Orakel von London, erschienen in: ZEIT Wissen

 


 

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